Haus W
Bestimmendes Leitmotivs des Entwurfs ist eine Abfolge von architektonischen Körpern oder Flächen mit Pflanzstreifen, welche die einzelnen Abschnitte und Programmbereiche rhythmisieren, dabei Tageslicht und Naturbezug in alle Ebenen, insbesondere auch in das Untergeschoss führen. Als Analogie dienen z.B. Streifenbilder, etwa von Agnes Martin, Gerhard Richter oder Bauten von Aires Mateus.
LAGE
Osnabrück befindet sich geographisch im Schnittpunkt wichtiger europäischer Wirtschaftsachsen.
Sie ist bundesweit die einzige Großstadt, die in einem Naturpark liegt. So umschließt der Natur- und Geopark TERRA.vita die Stadt und reicht hinein bis in das Stadtgebiet.
GRUNDSTÜCK
Das Grundstück liegt in westlicher Hanglage, südlich des Westerbergs. Vom Grundstück aus ist der Blick Richtung Osten über die Stadt gegeben.
Im Norden und Osten ist das Grundstück von einer dichten Baumgrenze eingefasst, die einen „schützenden Rücken“ bietet. Die Erschließung des Grundstücks erfolgt auf Straßenniveau. Von dort steigt das Gefälle um ca. 4 m an, sodass der hintere Teil des Grundstücks ein Geschoss über dem Straßenniveau liegt.
VORENTWURF
Bestimmendes Leitmotivs des Entwurfs ist eine Abfolge von architektonischen Körpern oder Flächen mit Pflanzstreifen, welche die einzelnen Abschnitte und Programmbereiche rhythmisieren, dabei Tageslicht und Naturbezug in alle Ebenen, insbesondere auch in das Untergeschoss führen. Als Analogie dienen z.B. Streifenbilder, etwa von Agnes Martin, Gerhard Richter oder Bauten von Aires Mateus.
„Haus W“ ist im hinteren Teil des Grundstücks unter Ausnutzung der nördlichen Baugrenze bewusst so platziert, dass durch den größtmöglichen Abstand zur Straße und topografisch im obersten Teil des Grundstücks gelegen, Privatheit und einen guten Ausblick über Osnabrück sichergestellt sind.
Vorgelagert ist auf Straßenniveau ein halböffentlicher Hof, wahlweise mit Rasen oder Kies, akzentuiert durch einen schönen Solitärbaum, z.B. Felsenbirne/Prunus/ Trompetenbaum, gefolgt von einem Foyer als Kunstgalerie, dann die Einliegerwohnung und der Gästetrakt auf der Westseite bzw. Garagen und die Terrasse mit Pool auf der Ostseite der inneren Erschließungsachse. Über einen zentralen Erschließungspunkt gelangt man dann via Aufzug oder Treppe in das Erdgeschoss.
Eine Alternative bietet die westseitig entlang des Baufeldes geführte Treppenanlage, die zum Hauseingang auf der Wohnebene führt.
Der „Beletage“ mit Wohnen/Essen/Küche/Bibliothek/Kamin und einer „abgesenkten Sitzmulde“ ist die große Terrasse mit Pool vorgelagert. Die Aussicht über Osnabrück ist von hier schon gewährleistet. Der Einblick vom öffentlichen Raum ist durch die vorgelagerte Begrünung verwehrt.
Westseitig auf der Terrasse ist auch das ca. 60qm große Gewächshaus positioniert, das gleichwohl Blickschutz von/nach Westen zur „Botschaft“ bietet.
Darüber die Schlafebene mit Kind (Gast)/Arbeiten/Panikraum/großem Bad und Masterbedroom mit Loggia. Die Ausbildung einer Dachterrasse on top mit einer blickschützenden Wand und spektakulärer Aussicht ist noch baurechtlich zu prüfen, es bedarf einer Befreiung der maximal zulässigen Höhe.
Alle Etagen werden verbunden durch einen großen Luftraum, welcher mit seiner über drei Ebenen geführten Wandfläche (ca. 5 x 9m) auch großformatigen Bildern ein Angebot liefert. Zudem wird viel Licht bis ins Untergeschoss transportiert.
Das zweite Leitthema entwickelt sich aus der Gebäudehülle mit Einschnitten und unterschiedlichen Fenstermotiven, die Lichtführung, Ausblicke und plastische Ausformungen wie etwas bei unseren Häusern A/Berg sowie S und H/ beide Grünwald.
Es entsteht insgesamt mit den Schichtungen und der Durchdringung von Architektur und der Natur ein lebendiges Raumgewebe.