Haus H, München

Haus H, München

Haus H, München, 2014-2015

Im Umfeld einer heterogenen Villenbebauung und unter Berücksichtigung restriktiver Grund- und Geschossflächenzahlen im Münchener Süden nutzt „Haus H“ alle Kenngrößen ultimativ aus und strahlt freundlich in die Umgebung.
Die L-förmige Anlage entwickelt sich als freier Grundriss großzügig im Geiste der klassischen Villentradition von Nordosten als Fassung, gleichwohl ist sie öffnende Geste um Grundstück und Garten. Dabei folgt die Villa dem Leitthema „gestapelter Kuben“ mit einem freien Spiel aus
juraverkleidetem Sockelgeschoss und hell verputzten verschobenen „Units“ im Obergeschoß.
Die entwerferischen Entscheidungen folgen immer den dialektischen Prinzipien „Struktur versus Fläche“, „offen versus geschlossen“, „schwer versus leicht“, „Natur versus Artefakt“ „wenige Öffnungen im Norden und Osten versus großzügige Verglasung nach Süden und Westen“ usw.…
Der Zugang von der Straße zum Hauseingang wird als Weg entlang eines schmalen Wasserbeckens inszeniert.
Gestaltungselemente bekommen gleichwohl alle eine sinnvolle Funktion:
Der Schlaftrakt, nach Süden mit großem Überstand „verschoben“, übernimmt die Aufgabe der Überdachung des Eingangs. Die schrägen Einschnitte und Leibungen überhöhen die plastische-skulpturale Gebäudeausformung und bieten wie selbstverständlich baulichen Sonnenschutz ohne zusätzliche verschattende Maßnahmen.
Im Inneren setzt sich das sorgfältige, reduzierte, von wenigen Materialien geprägte Detail fort.
Bronziertes Messing für Tore & Türen erzeugen „Wertigkeit“ im Zusammenspiel mit Naturstein und Putz.

Fotos ©  Jens Weber

 

Haus H, Munich, 2014-2015

Within the framework of a heterogeneous villa construction and restrictive site occupancy indexes and floor space ratios in the south of Munich, “Haus H” completely exploits all parameters and radiates friendliness to its surroundings.
The L-shaped site develops generously as a free floor plan in the spirit of the classical villa tradition from the north-east as a frame, but nevertheless as a gesture of openness around the site and its garden. In the process, the villa follows the guiding theme of “stacked cubes”, playing freely with a Jura-clad ground floor and brightly plastered offset units in the upper floor.
The creative design decisions always follow the dialectic principles “structure versus area”, “open versus closed”, “heavy versus light”, “nature versus artefact”, “few openings to north and east versus generous glazing to south and west” etc.…
Street access to the house entrance takes the form of a path along a narrow Pond.
All design elements have a meaningful function:
The sleeping quarters, “offset” to the south with a large overhang, assume the task of an entrance canopy. The slanting incisions and openings elevate the plastic-sculptural building shape and automatically provide a structural solar protection without additional shadowing measures.
The carefully reduced detail, characterised by a minimum of materials, is continued in the interior. Bronze-finished brass for gates and doors create “significance” in their interaction with natural stone and plaster.

Fotos © Jens Weber